Wir sind alle Individuen – auch in Krisenzeiten

Schon im Normalmodus kann es passieren, dass unser Umfeld uns seltsam findet. So berichtete neulich eine Seminarteilnehmerin, dass ihre Familie mindestens verwundert wäre, dass sie sich gerne auch mal zurückzöge und ein Buch lese. Sie sei einfach anders.

Und so sind wir alle anders. Verschiedene Persönlichkeitstypologien und unser Alltag ermöglichen uns zu erkennen, welche Unterschiede und Gemeinsamkeiten wir mit welchen anderen Personen haben. Das kann erhellend, konfliktär und förderlich sein.

Was passiert nun in Zeiten wie dieser, in der sich ein shut-down über Deutschland und die Welt legt wie eine Decke, um die Pandemie einzudämmen? Wie wird es sein, wenn wir mehrere Tage und Wochen isoliert sind – entweder alleine zu Hause oder ständig von der Familie umringt?

Nein, wir werden nicht grau wie nächtliche Katzen. Eher zeigen sich unsere Besonderheiten und Präferenzen noch farbiger und leuchtender. Für eine Person ist es gar nicht schlimm, weniger Kontakte zu haben, dafür um so fordernder, nicht planen zu können. Jemand anders verliert Energie und Antrieb durch den Mangel an Gruppenkontakten, kann sich dafür dem unsicheren Entwicklungsverlauf hingeben. Neben einem guten körperlichen Immunsystem können wir auch auf ein gutes seelisches Immunsystem achten. Am besten mit einer Decke aus Verständnis und Akzeptanz für Ihr direktes Umfeld – und für Sie selbst.